Ein Pirat trinkt Rum

„Oh, du bist ein Pirat!“ Onkel Frank lachte schallend, obwohl Piraten eigentlich nicht zum Lachen waren. Ich schob meine Augenklappe nach oben, um ihn besser sehen zu können, aber Onkel Frank zog sie gleich wieder runter. „Ohne Augenklappe bist du doch kein richtiger Pirat!“ rief er laut. Es gefiel mir nicht, wie er roch. „Weißt du, was du noch brauchst, um ein richtiger Pirat zu sein?“ fragte er, während er sich zu mir hinunter beugte: „eine Flasche Rum!“ Er lachte wieder: „ein Pirat trinkt Rum!“ Ich wusste nicht, was Rum war, aber ich hoffte, dass es nicht wie Tee schmeckte.

2 Kommentare

  1. Danke für die Erhellung! Denn der Begriff „Drabble“ war mir bis heute nicht bekannt. Dank dir bin ich jetzt aber schlauer, und ich werde mich mit dem Thema etwas genauer befassen. Denn wenn ich mir deine Drabbles anschaue, kann ich mir vorstellen, dass Drabbeln auch mir Spaß macht. Ich liebe es nämlich kurz und knackig. In diesem Zusammenhang bewundere ich Autoren, die es schaffen 500-Seiten-Wälzer zu verfassen – oder noch dickere Schinken. Und der Vorliebe fürs Kurze ist vermutlich auch mein Lesegeschmack geschuldet: Ich mag keine Bücher, die über 400 Seiten haben. So, das sind jetzt exakt 100 Wörter. Geht doch!

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