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Ende

Aus der Traum. Ende Gelände. Schicht im Schacht. Gerd fallen viele Redewendungen ein, um an das eine Wort nicht denken zu müssen: Versagen. Er hatte einen verrückten Traum gehabt und war damit auf die Nase gefallen. Er konnte jetzt den Handwerkern die Schuld geben, die ihn über einen Tisch gezogen haben, denn sie selbst nie im Leben zimmern könnten, oder der Bank, die ihm kein Geld mehr leihen wollte, obwohl er bei jedem verdammten Meeting eine Krawatte getragen hatte. Das half ihm aber auch nicht weiter. So viel ärmer er um Euros war, so viel reicher war er an Erfahrung.

Das Ende

Er sprach noch immer aufgeregt in sein Telefon. Gelegentlich sah er mit verächtlichem Blick zu mir herüber, um mich dann wieder zu ignorieren. Ich biss in meinen Apfel und bemühte mich, besonders laut zu sein, was die erhoffte Wirkung zeigte. Er sah mich wieder voller Abscheu an. Schließlich beendete er sein Telefonat und kam mit langsamen Schritten auf mich zu. Er holte ein paar Mal Luft, ehe er sprach: „Also gut, ja, das ist das Ende des Regenbogens, ich bin ein Kobold und so weiter.“ Zufrieden warf ich meinen angebissenen Apfel ins Gebüsch: „Ich hätte mein Gold gerne in Dollar!“

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